Wer aufmerksam in Wochenmarktzeiten über den Ulmer Münsterplatz läuft, sieht außer wunderbaren Backwaren, herrlichen Angeboten von den Geflügelhöfen, leckeren Fisch im Fischwagen, tollen Wurst- und Fleischwaren bei den verschiedenen Metzgern, vor Gesundheit strotzenden Blumen und Pflanzen beim Zierpflanzengärtner oder beim vielseitigen Obst- und Gemüseangebot, auch noch nette Menschen hinter dem Ladentisch. Und richtig, auch eine muntere Schar von jungen Damen oder auch Herren, die den Kunden bei ihrem Einkauf behilflich sind und den Geldverkehr abwickeln.
So ein Wochenmarkt kann für ältere Schüler und für jüngere Studentinnen und Studenten ein herrlicher bezahlter Weiterbildungsplatz sein:
- Erster Berührungspunkt mit dem Arbeitsleben
- Erweiterung der Kenntnisse über unsere gesunden Nahrungsprodukte des täglichen Lebens
- Erlernen des intensiven Umgangs mit fast der ganzen Palette unserer Mitmenschen – vom nörgelnden Greis* oder schnoddrigen Jungstudenten*, von der feinen Hausfrau oder der ängstlichen Jungmutter*, von peniblen Mitmenschen und großzügigen Zeitgenossen. Der junge Mensch lernt sich einzustellen auf die verschiedenen Kunden und auch auf eine nette Chefin oder einen freundlichen Chef.
*mit Sternchen versehene Marktkunden kamen noch im vorigen Jahrhundert vor. Zurzeit sind sie fast ganz ausgestorben.
Kurz, ein Arbeitsplatz auf dem Wochenmarkt ist auch für junge Menschen eine super Vorbereitungszeit für die späteren Lebensjahre. Und – Geld lässt sich auch noch verdienen, für den Führerschein, für eine Bildungsreise oder für weiß was noch nicht alles.
Jetzt aber schnell zum eigentlichen Wochenmarktthema, dem Angebot im März mit Vorwort:
Nicht nur die Vögel bauen an ihren Nestern, sondern die Eichhörnchen tragen emsig Reisig und Moos für ihre Kobel zusammen. Und wer eine gartennahe, ebenerdige Wohnung hat, kann sich auf erste Ameisenbesuche freuen.
Für unsere Pflanzen im Gewächshaus oder unter Folie ist der März die rasanteste Wachstumszeit des Jahres. Wir nähern uns der Tagundnachtgleiche, und da kann unsere Flora keimen, wachsen und gedeihen.
Allerdings – das Fruchtgemüse im März aus unseren europ. Nachbarländern, musste in den Winterwochen wachsen, fruchten und reifen, während unser Blattgemüse und unsere Salate, die Rettiche, die Radieschen ab Mitte März, frisch herangewachsen, verkauft werden können. Fast jede Woche kommt mehr regional angebautes Gemüse dazu.
