Liebe Leserin, lieber Leser,
warum nur gibt es Menschen, die nicht jeden Tag „schönes Wetter“ haben wollen? Warum nur gibt es Menschen, die sich dringend Regen wünschen? Warum gibt es so viele Mitmenschen, die glauben, dass Wasser, natürlich in bester Qualität, nicht vom Himmel fällt, sondern ausschließlich aus dem Wasserhahn oder aus der Duschbrause kommt?
Die Mitarbeiter in den produzierenden Wochenmarkt-Gärtnereien sind zur Zeit besonderen Anforderungen ausgesetzt. Automatische Gießanlagen müssen überwacht werden. Bringen die Bewässerungspumpen zu jeder Zeit genügend Wasser? Schädigt zu häufiges Gießen manche Pflanzenkulturen? Auf jeden Fall wissen die Gärtnerinnen und die Gärtner – bei Temperaturen über + 30 ° C, leiden die Kulturpflanzen. Zum Teil gibt es Verbrennungen bei manchem Fruchtgemüse oder es fallen Blüten vorzeitig ab.
Bestäubende Insekten verrichten bei zu hohen Temperaturen nicht mehr ihre Arbeit, sondern sind nur noch eingesetzt, um ihr Nest zu kühlen.
Zum Glück hat man in den letzten Jahren manche Erfahrungen sammeln können und ist einigermaßen vorbereitet. Das Markt-Angebot kann zurzeit auch bei großer Hitze auf dem Wochenmarkt ordentlich aufrechterhalten werden.
Die Spargelanbieter haben sich verabschiedet. Dafür können die übrigen Anbauer jetzt das ganze Sortiment vom Wurzelgemüse ernten. Die Sommer-Salate haben Hochsaison. Radieschen und Rettiche können auf den Markttischen aufgehäuft werden. Sommerblumenkohl, Romanesco, Kohlrabi, Brokkoli, Lauch, der erste frische Sellerie, aber auch Mangold, werden jetzt in den frühesten Morgenstunden geerntet. Bei Spinat ist das Angebot etwas zurückhaltend, dieser mag die Sommerhitze nicht so sehr und das Ernten von großen Mengen macht den Kultivateuren Schwierigkeiten. Die Ernte von regionalem Fruchtgemüse ist in vollem Gange. Es gibt ausreichend Gurken von Mini- bis fast zur Übergröße. Zucchini, (auch Zucchini-Blüten), Paprika und Auberginen können die Gärtnersleute ernten.
