Kaum Neujahr gefeiert, ist das erste Vierteljahr schon wieder vorbei. Auch auf dem Münsterplatz bereiten sich die Standler auf die Osterzeit vor. Allerdings werden in den Gärtnereien verschiedene Erntearbeiten etwas später begonnen, weil in den Gewächshäusern Energie gespart werden muss. Trotzdem können die Wochenmarkt-Kunden an vollen Marktständen einkaufen. Gärtnerisches Können und Handelsgeschick gehen bei den Marktleuten Hand in Hand. Erfolgreiche Wochenmarkter fallen durch Wetterfestigkeit, Fleiß und Einfallsreichtum auf.

Ende März ist er vereinzelt aufgetaucht auf den Ulmer Wochenmärkten, der erste deutsche Spargel in diesem Jahr.

Und die Spargelanbauer stehen vor großen Herausforderungen. Die Ernte, das Sortieren und das anschließende Vermarkten kostet das ganze Augenmerk der Spargelkultivateure. Oft hundert und mehr Helfer sind nötig, um in einem Betrieb den deutschen Spargel zu stechen und zu vermarkten. In der 26. Woche, am Johannistag, ist die Spargelernte für dieses Jahr dann wieder vorbei und das nötige Geld muss eingenommen sein, um durch das restliche Jahr wirtschaftlich durchzukommen.

Keine andere Verkaufseinrichtung bietet dem Kunden soviel Auswahlmöglichkeit beim Spargel, wie die Wochenmärkte. Für die nächsten 11 Wochen bleibt es für die Spargelanbauer und Spargelverkäufer sehr spannend.

Aus deutschen Landen und vor allem aus der Region kommen natürlich noch viele andere Gemüsesorten auf die Tische der Wochenmarktstände.

Das Sortiment des Salatangebots wird von Woche zu Woche größer. Ende April werden dann die ersten Freilandsalate zur Ernte kommen. Natürlich waren diese dann mit einem Kulturvlies abgedeckt. 

Heimische Kräuter gibt es in großer Vielfalt und Qualität auf dem Markt. Für den Anbauer kann vielleicht der empfindliche Salbei noch etwas Sorgen machen. Aber Petersilie, Rosmarin, Schnittlauch, Minze, Koriander, Zitronenmelisse oder Kerbel wachsen in den Gewächshäusern munter und willig. Wie jedes Jahr finden sich im Wort des Monats ein paar Sätze über den Star unter den Kräutern, dem Basilikum, zu Deutsch: das Königskraut?

Es wird jetzt fast das ganze Jahr angeboten. Macht aber als Topfpflanze beim Kunden zu Hause bis in den Mai hinein Probleme. Wie es sich für einen standesgemäßen „Hochadeligen“ gehört, ist er empfindlich und anspruchsvoll. Zumindest bis Mitte Mai. Auf jeden Fall muss sich die Fachfrau, aber auch der Fachmann, immer wieder viele Basilikum-Fragen anhören, die besorgte Zimmer-, Balkon- oder sonstige Hausgärtner vorbringen. Ab Ende Mai hören die Reklamationen schlagartig auf. Denn dann werden dem Basilikum seine sommerlichen Ansprüche an Licht und Temperatur gerecht.