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ULMER WOCHENMARKT
IM DEZEMBER
ulmerwochenmarkt
Warum Käse?
Bevor wir uns auf das Marktangebot im Dezember einlassen, schauen wir uns noch zwei wichtige Gemüsearten an: den Lauch oder Porree und den Sellerie. Beide haben ihren festen Platz im Suppengrün, stehen aber auch als alleiniges Gemüse auf der Speisekarte.

Für Lauch oder Porree gibt es im mitteleuropäischen Sprachraum viele Bezeichnungen. Er ist bei uns eine sehr alte Kulturpflanze. Die Botaniker nehmen an, dass der Lauch aus dem Mittelmeerraum zu uns nach Mittel- und Nordeuropa gekommen ist. Lauch ist bekannt für seine Winterhärte und kann deshalb ganzjährig geerntet werden. Von Mitte April bis Mitte Juni gibt es weniger Lauch im Angebot, die Winterware geht da aus und die Frühsommerware muß erst noch fertig werden. Besonders zarten Lauch gibt es dann ab Juni und im Sommer. Kräftiger schmeckt er im Herbst und im Winter. Seinen typischen aromatischen Geschmack verdankt der Lauch verschiedenen ätherischen Ölen und Aromastoffen. Der hohe Gehalt an Kalium, Calcium, Phosphor, Natrium, Eisen, sowie den Vitaminen B 1 , B 2, und C und Provitamin A, machen den Vertreter der Gattung Allium zu einem „gesunden Genussmittel“; seine schwefelhaltigen Inhaltsstoffe wirken darüber hinaus als natürliches Antibiotikum. In der Zubereitung ist der Lauch äußerst vielseitig. Er eignet sich als Rohkost, gedünstet oder gekocht als Gemüsebeilage, als Suppenbasis oder –einlage, für Eintöpfe und Aufläufe, als Belag für herzhafte Kuchen oder Quiches und zum Überbacken mit Schinken und Käse.

Beim Sellerie fällt manchem zuallererst ein nicht tot zu kriegendes Sprüchlein von der aphrodisierenden Wirkung des Gemüses ein. Vielleicht trägt die bereits im Altertum gehegte und bis heute unbewiesene Vermutung einer sexuell anregenden Wirkung zur Beliebtheit des Sellerie bei. Ärzte und Ernährungsfachleute jedenfalls dementieren selten, weil sowohl die Sellerieknolle als auch der Stauden-oder Schnittsellerie durch den hohen Gehalt an ätherischen Ölen, Vitaminen und Mineralstoffen der Gesundheit sehr förderlich – und somit vielleicht auch gut für die Liebe sind. Staudensellerie, früher eine Spezialität angelsächsischer Länder, hat inzwischen auch hierzulande Fuß gefasst und wird mit dem Trend zu Salaten und Rohkost immer beliebter. Beim Knollensellerie hat es die moderne Züchtung geschafft, dass die Knollen beim Kochen weißfleischig bleiben.

Beim Gang über den Markt freut man sich auf alle Arten von Äpfeln und Birnen, die der heimische Markt noch bietet. Wie schon im November geschrieben, gibt es noch eine Fülle von einheimischem Gemüse. Aber das deutsche Angebot an Blattsalaten ist deutlich reduziert, wenn auch noch von der Reichenau Kopfsalat, Eichblatt und manches Mal Novita angeboten wird. Richtig regional können Sie Ackersalat, Kresse, Portulak oder Rucula finden. Ganz versteckt hält auch mancher Gärtner noch selbst produzierte Blattsalate feil. Der Dezember ist die hohe Zeit der Citrusfrüchte. Traditionell kommen etwa 2 Wochen vor Weihnacht die Blutorangen aus Sizilien. Den ersten fehlt es noch etwas am roten Fruchtfleisch, aber direkt auf Weihnachten und die Wochen danach können gut durchgefärbte Früchte angeboten werden.

Wie organisieren Sie nun Ihren Einkauf auf die Festtage?
Manche Stände halten jetzt Bestellzettel bereit, auf denen die Kunden ihre Ware vorbestellen können und auch den Abholzeitpunkt eintragen. Dieses Jahr ist der Heilig Abend ein Mittwoch. Auf jeden Fall können Sie an diesem Tag noch einkaufen. Die Marktleute sind Ihnen aber dankbar, wenn Sie Ihren Einkauf bis 12.00 Uhr erledigt haben, da auch die meisten Gärtner und Markthändler abends vor ihrem Christbaum in aufgeräumter und entspannter Atmosphäre singen wollen.

Mit ein paar Gedanken von Manfred Rommel, ehemaliger OB von Stuttgart möchte ich den zwölften Jahresbericht 2014 schließen:
Zum schwäbischen Gemütsleben gehört Weihnachten wie der Senf zur Wurst. Aber in kaum einer Zeit im Jahr ist der Lärm so groß wie vor Weihnachten. Ein New Yorker Kaufmann soll einmal angesichts eines ertragreichen Weihnachtsgeschäftes ausgerufen haben: „What a good friend do we have in Jesus!“

U. a. schreibt Rommel noch: Es ist ein schöner Zug des Menschen, dass er zu Weihnachten anderen eine Freude bereiten, das heißt konkret, ihnen etwas schenken will. Aber je höher der Lebenstandard ist, desto schwerer fällt es, diese Freuden durch materielle Geschenke auszulösen. Das war in Zeiten des Mangels anders. Ich will den Umsatz beim Weihnachtsgeschäft nicht schmälern. Aber wäre es nicht auch wirkungsvoll, den Nächsten mehr Verständnis, mehr Fairness, mehr Freundlichkeit, mehr Offenheit zu schenken? Solche Vorschläge sind nicht originell. Die meisten Weihnachtspredigten enthalten sie. Aber sie sind wichtig und richtig.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen noch ein paar schöne Dezembertage und einen guten Anfang im neuen Jahr 2014.
JDG
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