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Bericht Januar 2012

marienkaefer
Seit 30 Jahren gibt es nun schon den sog. Biologischen Pflanzenschutz. Die Lieferanten von Nützlingen haben jährlich immer noch eine Zuwachsrate zwischen 15% und 20 %. Das bedeutet, die Pflanzenanbauer greifen immer mehr zu Schlupfwespen oder Raubmilben. Standen 1980 zwei Nützlingsarten zur Auswahl kann der heutige Anwender aus 60 verschiedenen Nützlingsarten auswählen.

In Süddeutschland werden in den wichtigsten Unterglaskulturen Tomaten, Gurken, Paprika oder auch Auberginen und frühe Stangenbohnen fast ausschließlich Nützlinge gegen tierischen Befall eingesetzt. Über 80 % des normalen Pflanzenschutzes fällt dabei weg. Klar – wer Nützlinge einsetzt kann nicht gleichzeitig mit der chemischen Keule kommen. Das Wappentier des biologischen Pflanzenschutzes ist der Marienkäfer. 82 verschiedene Arten dieses Käfers kommen in Deutschland vor. 207 Arten kennt man in Europa. Weltweit sind ca. 6000 Arten bekannt. Ihnen als Marktbesucher wird das egal sein. Aber es ist doch gut zu wissen, dass sich mindestens seit einer Generation Wissenschaftler und Praktiker mit der Materie intensiv beschäftigen. Trotzdem müssen die Erzeuger immer wieder disqualifizierende Meinungen anhören. Die Anbauer und die Vertreiber von Wochen-Lebensmitteln machen sich weit mehr Gedanken zu dem Thema, als landläufig von den Medien und den Verbrauchern angenommen wird.

Wie im Dezember, so ist im Januar das typische Wintergemüse und Obst im Angebot. Natürlich finden wir auf dem Markt auch die übrigen „Ganzjahresartikel“.
Es gibt wieder qualitativ erstaunlich gute Blattsalate in großer Vielfalt. Bedenken Sie bitte: das sind „Januar“-Salate , Gurken und Tomaten, Zucchini, Bohnen und Kräuter. Vergleichen Sie bitte diese Produkte nicht mit der Sommerqualität, sondern freuen Sie sich, dass es heute möglich diese Produkte auch in guter Qualität mitten im Winter und mitten auf dem Münsterplatz anzubieten.
Lagerware, wie Kraut und Rüben, Kartoffeln, Schwarzwurzeln sind im Winter ein selbstverständliches Angebot.
Sie als Kunde beeinflussen ja direkt, was bei Ihnen aufs Teller kommt.

Damit dieses Angebot auch jetzt im Winter gut und reichlich vorhanden ist und verkauft werden kann, freuen wir uns ganz besonders über Ihren Wochenmarktbesuch.

JDG